Verbrauch & Messung

Behalten Sie Ihren Stromverbrauch im Blick und erfahren Sie, wie moderne Smart Meter eine präzise Messung und künftig eine transparente Verbrauchsübersicht ermöglichen.

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Smart Meter

  • Stromverbrauch einordnen

  • Energiespartipps

  • Korrekte Messung

Smart Meter

Ein zentraler Baustein für die Energiezukunft.


Smart Meter sind elektronische Zähler, welche den Energieverbrauch und die Einspeisung messen, speichern und zum Netzbetreiber übertragen. Damit sind sie ein wichtiger Baustein für das Energienetz der Zukunft, das effizient und bedarfsgerecht arbeitet. Bis zum Jahr 2027 führt die IBI die intelligenten Stromzähler in allen Haushalten auf dem Bödeli ein.

Fragen zum Smart Meter?

Antworten zu Installation, Datenschutz und Nutzung finden Sie in den FAQ.

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Stromverbrauch verstehen

Mit einem Vergleich Ihres Stromverbrauchs und einfachen Energiespartipps erkennen Sie Einsparpotenziale. Gleichzeitig sorgt die IBI für eine zuverlässige Messung und korrekte Abrechnung Ihres Stromverbrauchs.

Stromverbrauch einordnen

Etwa ein Drittel des Stroms in der Schweiz wird zu Hause verbraucht. Gerade dort lässt sich viel Energie einsparen. Wie sieht es mit Ihrem eigenen Stromverbrauch aus? Vergleichen Sie Ihren jährlichen Verbrauch mit dem Durchschnitt:

Wohnung im Mehrfamilienhaus (Jahresverbrauch in kWh)

Anzahl Personen12345
Typischer Jahresverbrauchin kWh
ohne sep. Gefriergerät
1'7002'2002'6003'1003'500

Einfamilienhaus

Anzahl Personen12345
Typischer Jahresverbrauch in kWh
mit sep. Gefriergerät
2'3002'9003'5004'0004'600

Mehrverbrauch bei Spezialinstallationen

Elektroboiler+ 750 bis 1'000kWh pro Person und Jahr
Elektroheizung+ 7'000 bis 15'000kWh pro Haushalt und Jahr
Wärmepumpe+ 4'000 bis 7'000kWh pro Haushalt und Jahr

Mögliche Ursachen und Spartipps

Warum steigt der Stromverbrauch?

  • Veränderung der Lebensumstände

  • Anschaffung zusätzlicher elektrischer Haushalts- oder Gartengeräte

  • Anschaffung eines E-Autos oder E-Bikes

  • Boiler ist verkalkt und heizt länger auf

  • Beschädigte oder veraltete Geräte wie Kühlschrank, Gefrierschrank, Backofen oder Waschmaschine

So sparen Sie Energie

  • LED einsetzen

  • Standby vermeiden

  • Umluft verwenden

  • Energieetikette beachten

Korrekte Messung und Abrechnung

Die Verantwortung für die korrekte Messung und Abrechnung Ihres Stromverbrauchs liegt bei der IBI. Alle Stromzähler sind vom Eidgenössischen Institut für Metrologie (METAS) zugelassen und von einer zertifizierten Eichstelle geprüft. Wenn sie an der Funktionalität des Stromzählers oder der Korrektheit der gemessenen bzw. übermittelten Daten zweifeln, können Sie eine Befundprüfung des vor Ort installierten Stromzählers durch eine zertifizierte Eichstelle verlangen. Durch diese Überprüfung können Kosten für Sie entstehen.
Die Energie, welche Ihnen verrechnet wird, wird vierteljährlich abgelesen und entspricht Ihrem effektiven Verbrauch.

Hoher Stromverbrauch?

Die IBI kann nicht feststellen, welche Geräte für einen erhöhten Stromverbrauch verantwortlich sind. Wenden Sie sich bei Verdacht an eine Elektroinstallationsfirma Ihres Vertrauens.

FAQ Smart Meter

Allgemein

Was ist ein Smart Meter?

Ein Smart Meter ist ein elektronischer Energiezähler, der den Stromverbrauch und die Stromproduktion misst, speichert und über eine bidirektionale Datenübertragung dem Netzbetreiber übermittelt. Zusammen mit den Verbrauchsständen der Wasser- und Gaszähler werden die Daten verschlüsselt über die Stromleitung (Powerline Communication) an das Energieversorgungsunternehmen übertragen. Smart Meter sind ein wichtiger Bestandteil eines intelligenten Stromverteilnetzes (Smart Grid). In Zukunft sollen Smart Meter die Netzqualität überwachen und einen wesentlichen Beitrag zum kosteneffizienten Betrieb der Stromverteilnetze leisten.

Welche Vorteile habe ich als IBI-Kundin/Kunde mit einem Smart Meter?

Der Prozess für die Ablesung von Strom, Gas und Wasser wird effizienter und die jährlichen Zählerablesungen durch IBI-Mitarbeitende entfallen. Energieabrechnungen können für Sie auf den Stichtag genau erstellt werden. In Planung ist zudem, dass Kundinnen und Kunden der IBI ihre aktuellen Verbrauchsdaten online einsehen können. Geräte wie Wärmepumpen und Boiler können direkt über den Smart Meter geschaltet werden und übernehmen somit die Funktion der heute verwendeten Rundsteuerung. Durch den Technologiewechsel werden zudem die Rahmenbedingungen für den liberalen Strommarkt erfüllt. Ferner soll es möglich sein, über die integrierten Kundenschnittstellen weitere Komponenten anzuschliessen, die durch intelligente Gerätesteuerungen die Energieeffizienz fördern.

Aus welchen Gründen hat sich die IBI für diesen Technologiewechsel entschieden?

Smart Meter sind integraler Bestandteil der Energiestrategie 2050

Das Bundesamt für Energie (BFE) verordnet eine Flächendeckende Einführung von Smart Metern mit einer Abdeckung von 80% bis ins Jahr 2025. Durch den Technologiewechsel wird die Verordnung des BFE eingehalten.

Effiziente und stichtaggenaue Verbrauchsdatenablesung

Das Ablesen von Strom, Gas und Wasser wird durch Smart Meter wesentlich effizienter. Die Rechnung kann für den Kunden stichtaggenau erstellt werden.


Technologiewechsel Rundsteuerung

Durch die Smart Meter wird die Funktion der Rundsteuerung ersetzt. Tarifbefehle sowie Ansteuerung von Wärmepumpen und Boiler bei Verbrauchspitzen werden durch den Smart Meter vorgenommen und sorgen für eine symmetrische Belastung des Stromverteilnetzes.


Grundbaustein für die Energiezukunft

Mit dem Technologiewechsel auf Smart Meter wird ein Grundbaustein für den liberalen Strommarkt gelegt. Eine bessere Netzbewirtschaftung sowie zukunftsgerichtete Tarifgestaltungen werden möglich wie auch eine Verbesserung der Energieeffizienz durch intelligente Gerätesteuerungen.

Was ändert sich für mich als IBI-Kunde mit neuem Smart Meter?

Durch die automatische Datenauslesung über das Stromnetz entfällt das Ablesen des Zählerstandes vor Ort. Ansonsten ändert sich für die Kundinnen und Kunden nichts. Sie erhalten weiterhin periodisch eine Rechnung für Ihren Energie- und Wasserverbrauch.

Was passiert mit dem ausgewechselten Stromzähler?

Weiterhin einsatzfähige Stromzähler nimmt die IBI zurück und setzt diese in Gebieten ein, welche erst zu einem späteren Zeitpunkt auf Smart Meter umgestellt werden. Die restlichen Zähler werden fachgerecht entsorgt.

Installation & Zählerwechsel

Wann wird bei mir ein Smart Meter installiert?

Die Umrüstung auf Smart Meter erfolgt gestaffelt in geografischen Etappen. Bis 2027 müssen sämtliche konventionellen Energiezähler auf dem Bödeli durch Smart Meter ersetzt werden. Es liegt in der Verantwortung der IBI zu entscheiden, welche Gebiete zu welchem Zeitpunkt aufgerüstet werden.

Wie erfolgt ein Zählerwechsel auf Smart Meter?

Durch ein Informationsschreiben wird die Kundschaft frühzeitig informiert. Der Zählerwechsel erfolgt danach wie ein herkömmlicher Zähleraustausch. Der Smart Meter wird am selben Montageplatz wieder installiert. Hierbei kommt es pro Energiezähler zu einem Stromversorgungsunterbruch von maximal 30 Minuten.

Wie werde ich als Kundin/Kunde über den Zählerwechsel informiert?

Der Wechsel auf Smart Meter erfolgt in geographischen Etappen. Die betroffenen Gebiete werden jeweils schriftlich von der IBI angeschrieben und informiert. Sobald der individuelle Termin feststeht, erhalten Sie eine direkte Information mit Datum und Zeitfenster für den Zählerwechsel. Zusätzlich werden konkrete Empfehlungen im Zusammenhang mit dem geplanten Stromunterbruch abgegeben.

Muss ich meine Elektrogeräte beim Zählerwechsel vom Netz trennen?

Durch den Zählerwechsel wird ein Stromunterbruch von maximal 30 Minuten verursacht. Elektronische Geräte wie Computer, WLAN-Router müssen vor dem Zählerwechsel ausgeschaltet werden. Für Schäden an elektronischen Geräten infolge des Stromunterbruchs übernehmen die IBI keine Haftung. Vor dem Zählerwechsel werden Sie über Termin und entsprechende Massnahmen zum Stromunterbruch von uns informiert.

Muss beim Zählerwechsel jemand zu Hause sein?

Bei Einfamilienhäusern sollte jemand vor Ort sein um unseren Fachspezialist*innen den Zugang zu gewähren. Bei Mehrfamilienhäusern übernimmt dies idealerweise der Hauswart.

Kann ich die Installation eines Smart Meters verweigern?

Der lokale Energiedienstleister ist gemäss Stromversorgungsgesetz (Art.8 StromVV) verantwortlich für das Messwesen. Es liegt in seiner Verantwortung festzulegen, welche Messinfrastrukturen und Informationsprozesse bei der Kundschaft angewendet werden. Eine Verweigerung des Wechsels zu einem Smart Meter ist deshalb nicht möglich.

Entstehen durch den Geräteaustausch Zusatzkosten für mich?

Nein, für die Kundinnen und Kunden der IBI ist die Installation kostenlos. Die Zählerkosten sind als Ersatzinvestitionen für ältere Stromzähler zu betrachten.

Warum werden Gas- und Wasserzähler nicht zusammen mit dem Stromzähler ausgewechselt?

Da die Zähler durch unterschiedliche Fachleute ausgewechselt werden, sind gestaffelte Termine effizienter.

Daten, Technik & Sicherheit

Wie funktioniert die Datenübertragung?

Die Verbrauchsdaten von Wasser- und Gaszähler werden über ein Funkmodul an den Smart Meter übertragen. Ist aufgrund der Örtlichkeiten der Geräte eine Funkübertragung nicht möglich, wird das Signal drahtgebunden an den Smart Meter übermittelt. Von dort erfolgt der Datentransfer über das Stromnetz mittels Powerline Communication (PLC) zur nächsten Trafostation, wo die konzentrierten Daten schliesslich über das Mobilfunknetz an die IBI übermittelt werden.

Wie werden Datenschutz und die damit verbundene Datensicherheit gewährleistet?

Mit datenschutzrechtlichen Fragen hat sich die IBI gründlich befasst und konnte zusätzlich von Erfahrungswerten anderer Energieversorgungsunternehmen profitieren. Die IBI hält sich an die geltende Gesetzgebung und insbesondere an das Datenschutzrecht. Die Vorgaben werden eingehalten, indem nur betrieblich notwendige Daten ausgelesen und pseudonymisiert übertragen werden. Die Verknüpfung zu den Kundendaten erfolgt erst im Abrechnungssystem der IBI. Die Daten sind Dritten nicht zugänglich.

Bin ich durch das Funkmodul von Gas- und Wasserzähler erheblich erhöhter Strahlung ausgesetzt?

Nein, die Sendeleistung des Systems ist im Vergleich zu häufig verwendeten elektronischen Geräten wie Mobiletelefon oder WLAN-Router deutlich geringer. Selbst eine Mikrowelle im Haushalt verursacht eine höhere Strahlenbelastung als ein Funkmodul. Ausserdem findet die Funkverbindung nur bei Bedarf statt und nicht permanent. Die Strahlenbelastung ist somit sehr gering.

Wie sieht der Smart Meter aus und was kann ich darauf ablesen?

Smart Meter unterscheiden sich äusserlich nicht wesentlich von bisherigen Stromzählern. Wie auch andere Stromzähler besitzt der Smart Meter ein Display, das die aktuellen Verbrauchswerte anzeigt.

Details zur Bedienung entnehmen Sie der Bedienungsanleitung. Die Anleitung kann auf Anfrage bei unseren Fachspezialisten oder direkt beim Hersteller bezogen werden.