Trinkwasserqualität

Das Trinkwasser in unserem Versorgungsgebiet ist von hervorragender Qualität. Es stammt zu rund 98 % aus Quellen im Saxettal, die restlichen Mengen werden im Grundwasserpumpwerk Matten gefördert.

Das Wichtigste auf

einen Blick:

  • Hervorragende Trinkwasserqualität

  • Rund 98 % Quellwasser

  • Laufend kontrolliert

Sommer 2026

Aktuell:
Grundwasser wird beigemischt

Aufgrund der anhaltenden Trockenperiode sind die Quellschüttungen zurückgegangen.
Deshalb speist die IBI seit dem 30. Juli 2026 zusätzlich Grundwasser in das Verteilnetz ein. Die Wasserversorgung bleibt jederzeit gewährleistet. Das Wasser kann dadurch etwas härter sein; die Trinkwasserqualität bleibt einwandfrei und entspricht sämtlichen gesetzlichen Anforderungen.

Untersuchungsergebnisse

Die aktuellen Untersuchungsergebnisse zeigen die chemischen und mikrobiologischen Werte des IBI-Trinkwassers.

RichtwertEinheitWerte
Untersuchungsergebnisse vom August 2025
(Kantonales Laboratorium Bern)


Wasserhärte (Min-Wert)
°fH15.6 (Quellwasser) = weich/mittelhart
Wasserhärte (Max-Wert)
°fH27.3 (Grundwasser) = ziemlich hart
Calcium (Quellwasser)
mg/l49.6
Calcium (Grundwasser)
mg/l98.9
Magnesium (Quellwasser)
mg/l7.8
Magnesium (Grundwasser)
mg/l6.3
Nitratgehalt (Quellwasser)40 mg/lmg/l0.8
Nitratgehalt (Grundwasser)40 mg/lmg/l9.3
Sulfat (Quellwasser)
mg/l20.1
Sulfat (Grundwasser)
mg/l10.3
pH-Wert (Min-Wert)6.8 - 8.27.12 (Quellwasser)
pH-Wert (Max-Wert)6.8 - 8.27.20 (Grundwasser)
Hygienische Gesamtbeurteilung (monatlich)


Die mikrobiologischen Proben lagen so weit untersucht innerhalb der gesetzlichen Vorschriften
ja
Optionale Angaben


Wassertemperatur bei Probe (Quellwasser)
°C7.1
Wassertemperatur bei Probe (Grundwasser)
°C10.4
Aerobe mesophile Keime
KBE/mlentspricht den gesetzlichen Anforderungen (max. 300 KBE/ml)
Escherichia coli
KBE/100ml0 (max. 0 KBE/100ml)
Enterokokken
KBE/100ml0
Chlorothalonil R41788
µg/l<0.01 (Grenzwert = 0.1 µg/l)
Folgende Tatbestände lagen nicht im gesetzlichen Toleranzbereich
keine
Behandlung des Wassers


Quellwasser

UV
Grundwasser

unbehandelt

Wasserhärte

Die Wasserhärte wird in der Schweiz in französischen Härtegraden (ºfH) angegeben:

< 15 °fHweiches Wasser
15 - 25 °fHmittelhartes Wasser
25 - 31 °fHziemlich hartes Wasser
32 - 42 °fHhartes Wasser
> 42 °fHsehr hartes Wasser

Kalkhaltiges oder «hartes» Wasser enthält viele Mineralien wie Kalzium und Magnesium. Diese Stoffe gelangen ins Wasser, wenn es kalkhaltige Böden durchdringt. Der Kalk lagert sich vor allem in Rohren und Armaturen ab sowie in Haushaltsgeräten, die Wasser erhitzen – beispielsweise in Wasserkochern, Waschmaschinen oder Kaffeemaschinen. 


Produktions- und Speicheranlagen der Wasserversorgung

Mindestens 95 % des Trinkwassers in unserem Versorgungsgebiet stammt aus Quellen im Saxettal. Der Rest wird mit Grundwasserpumpen aus dem Boden gefördert.
Auf seinem Weg vom Quellgebiet ins lokale Verteilnetz wird das Wasser zweimal Turbiniert.

Ausgleichsreservoir Stalden


Das Reservoir Stalden wurde als Kaverne konzipiert. Es liegt auf 1'415 m ü. M. und ist damit das höchstgelegene Reservoir der IBI. Vom Reservoir Stalden führt eine Druckleitung zur Zentrale Geissbrunnen, wo das Wasser erstmals turbiniert wird.


Baujahr1997
Fassungsvolumen1'500 m3

Sammelbrunnstube Geissbrunnen


Das Quellwasser von der Alp Nessleren gelangt über das Reservoir Stalden in die Sammelbrunnstube Geissbrunnen (1'166 m ü. M.). Hier wird auch das Wasser weiterer sechs Quellen aus der Umgebung gesammelt. Eine Verbindung zur Wasserversorgung Saxeten garantiert im Bedarfsfall die Versorgung des Dorfes.


Baujahr1997
Anzahl Quelleinläufe15

Ausgleichsreservoir Lybuchen


Nach der Turbinierung in der Zentrale Geissbrunnen fliesst das Wasser ins Reservoir Lybuchen.


Baujahr1998
Fassungsvolumen200 m3

Brunnstube Kammri


Unmittelbar neben der Brunnstube Kammri wird das Wasser ein zweites Mal turbiniert, bevor es in der Brunnstube zur Desinfektion mit UV-Licht bestrahlt wird. Als Trinkwasser gelangt es anschliessend ohne weitere Behandlung über die Trinkwasserreservoire der IBI ins lokale Versorgungsnetz.


Baujahr1966, letzte Erneuerung 2026
Fassungsvolumen100 m3

Trinkwasserreservoire Rugen


Das erste Reservoir im kleinen Rugen wurde im Jahr 1869 erstellt und ist bis heute in Betrieb. Die Reservoire im Rugen bilden den grössten Trinkwasserspeicher auf dem Bödeli.

Baujahr Rugen 1: 1869, Erweiterung 1893/94
: 1933
Fassungsvermögen total:


Baujahr Rugen 11869, Erweiterung 1893/94
Baujahr Rugen 21933
Fassungsvermögen total4'800 m3 (davon 1'000m3 Löschreserve)

Trinkwasserreservoir St. Niklausen


Das Reservoir St. Niklausen liegt auf gleichem Niveau wie die Reservoire im Rugen. Alle Reservoire sind über das Leitungsnetz miteinander verbunden und weisen immer denselben Pegelstand auf. Mit dem Bau des Reservoir St. Niklausen wurden die Druckverhältnisse im Leitungsnetz von Unterseen verbessert.


Baujahr1976
Fassungsvermögen inkl. Löschreserve3'000 m3

Grundwasserpumpwerk Matten


Knapp fünf Prozent des gesamten Trinkwasserbedarfs im Versorgungsgebiet des IBI werden durch Grundwasser gedeckt. Das Pumpwerk ist mit drei Unterwasserpumpen ausgerüstet.


Baujahr1933
Konzessionierte Fördermengemax. 8'800 l/min.

Grundwasserpumpwerk Erlen


Das Grundwasserpumpwerk Erlen wird von der Einwohnergemeinde Bönigen bewirtschaftet. Eine der Grundwasserpumpen dient als zusätzliche Sicherheit für die Wasserversorgung der IBI.